Impulse für die berufliche Rehabilitation

Neuer Vorstand des Bundesverbandes Deutscher Berufsförderungswerke nimmt seine Arbeit auf

Zu sehen ist ein Gruppenbild des neuen Vorstandes mit Anne Meinelt, Stefan Weitzel, Kerstin Kölzner, Christian Wolff, Manuel Menke und Dr. Susanne Gebauer

Mit einem neu gewählten Vorstand startet der Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke (BV BFW) in die kommende dreijährige Amtsperiode. Der Vorstand hat bereits erste strategische Schwerpunkte für die Weiterentwicklung der beruflichen Rehabilitation definiert.

Die seit 2017 amtierende Vorstandsvorsitzende Dr. Susanne Gebauer, Geschäftsführerin des Berufsförderungswerks (BFW) Nürnberg, bleibt im Amt. Auch die seit 2020 amtierende stellvertretende Vorstandsvorsitzende Kerstin Kölzner, Geschäftsführerin des BFW Halle, bleibt im Amt. Für Kontinuität sorgt zudem Christian Wolff als Vertreter der Deutschen Rentenversicherung. Der stellvertretende Geschäftsführer der DRV Berlin-Brandenburg gehört dem Vorstand seit 2022 an.

Drei Vorstandsmitglieder wurden neu gewählt:

  • Anne Meinelt, Geschäftsführerin des Berufsförderungswerks Hamburg
  • Manuel Menke, Geschäftsführer des Berufsförderungswerks Frankfurt
  • Stefan Weitzel, Direktor des Berufsförderungswerks Oberhausen

Gemeinsam mit der seit Juli 2025 amtierenden Geschäftsführerin Kathrin Jackel-Neusser wird der Vorstand die Weiterentwicklung der beruflichen Rehabilitation aktiv gestalten und die Interessen der Berufsförderungswerke gegenüber Politik, Rehabilitationsträgern, Wirtschaft und Öffentlichkeit vertreten. Der BV BFW bündelt die Expertise der deutschen
Berufsförderungswerke und versteht sich als starke Stimme für berufliche Teilhabe und Fachkräftesicherung.

„Unser Ziel ist es, die Sichtbarkeit und Relevanz der beruflichen Rehabilitation weiter zu erhöhen und die Berufsförderungswerke als unverzichtbare Partner für Teilhabe, Fachkräftesicherung und Gesundheitsprävention zu positionieren“, betont die Vorstandsvorsitzende Dr. Susanne Gebauer. Bereits in den ersten Gesprächen hat der neue Vorstand zentrale Handlungsfelder und strategische Schwerpunkte definiert.

Der Vorstand will unter anderem die Zusammenarbeit mit Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern ausbauen, die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Angebote stärker in den Fokus rücken, die Mitglieder weiterhin bei strategischen Fragestellungen unterstützen und die politische Arbeit intensivieren.

Auch die Chancen und Herausforderungen Künstlicher Intelligenz für die berufliche Rehabilitation stehen im Fokus. „Durch unsere Forschungsprojekte zu aktuellen KI-Technologien machen wir den Verband fit für die Zukunft und schaffen zugleich einen konkreten Mehrwert für unsere Rehabilitand:innen. Der kompetente Umgang mit KI wird künftig in vielen Berufsfeldern eine wichtige Rolle spielen“, betont Dr. Susanne Gebauer.

Der Verband hat gerade das vom Bundesarbeitsministerium geförderte Projekt „KI als unterstützende Lernassistenz in der beruflichen Rehabilitation“ begonnen und führt zudem das Projekt KI-Kompass Inklusiv fort.

Rentenkommission: Berufliche Rehabilitation stärken

Intensiv diskutierte der Vorstand auch die aktuellen Vorschläge der Rentenkommission. Dr. Susanne Gebauer fordert dabei insbesondere eine stärkere Berücksichtigung von Unterstützungsangeboten für Menschen, die länger im Erwerbsleben bleiben sollen.

„Wenn Menschen länger arbeiten sollen, müssen sie auch die notwendige Unterstützung erhalten. Häufig machen gesundheitliche Einschränkungen oder chronische Erkrankungen eine berufliche Neuorientierung notwendig. Genau dafür bieten die Berufsförderungswerke passgenaue Lösungen – auch für Menschen mit psychischen Erkrankungen“, so Dr. Gebauer.

Gerade in komplexen Fällen sei zudem ein professionelles Fallmanagement entscheidend. Die Berufsförderungswerke verfügten hier über langjährige Erfahrung. Deshalb begrüße der Verband ausdrücklich das Ziel der Rentenkommission, entsprechende Unterstützungsangebote auszubauen.

Mit Blick auf die steigende Nachfrage nach Leistungen der beruflichen Rehabilitation fordert der BV BFW zudem eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Finanzierung. „Es darf nicht sein, dass Menschen notwendige berufliche Rehabilitation aufgrund starrer Budgetgrenzen nicht erhalten. Deshalb bewerten wir die Überlegungen zu einem flexibleren Reha-Budget sehr positiv“, erklärt Dr. Gebauer.

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