Bessere Zugänge zur beruflichen Rehabilitation:

BV BFW bringt zentrale Akteure zusammen

Das Bild zeigt eine Gruppe die Akteur:innen der Veranstaltung des BMAS, der DGUV, DRV Bund, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sowie des BV BFW.

Der BV BFW hat am 21.09.2026 Vertreterinnen und Vertreter von Leistungsträgern sowie aus Politik, Wissenschaft und aus den Berufsförderungswerken in Berlin zusammengebracht. Gemeinsam diskutierten sie im Rahmen der Veranstaltung „Was berufliche Rehabilitation jetzt braucht“ über bessere Zugänge, verlässlichere Übergänge und eine engere Zusammenarbeit. Die Fachveranstaltung fand in den Räumlichkeiten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) statt.

Im Zentrum stand die Bedarfsanalyse, die der BV BFW in Auftrag gegeben hat und die durch die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und dem Institut für sozialwissenschaftliche Prozessanalyse und Arbeitsgestaltung UG (haftungsbeschränkt) durchgeführt wurde. Die Studie untersucht die Entwicklung der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und die Zugangswege zur beruflichen Rehabilitation in den Berufsförderungswerken. Ein zentrales Ergebnis: Menschen, deren berufliche Teilhabe durch Krankheit oder Behinderung gefährdet ist, müssen früher Zugang zu Angeboten der beruflichen Rehabilitation erhalten. Dafür gilt es, Zugangsbarrieren abzubauen und die Übergänge zwischen medizinischer Rehabilitation, beruflicher Rehabilitation und Arbeitsleben verlässlicher zu gestalten.

Markus Müller, Referatsleiter Va5 („Digitale Transformation, Haushaltskoordinierung, Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation“) im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, betonte in seinem Grußwort die Bedeutung des gemeinsamen Austauschs. „Für das BMAS ist wichtig, dass hier die zentralen Akteure zusammenkommen und dass Kooperation stattfindet“, sagte Müller. Entscheidend sei dabei, die Menschen und ihre berufliche Teilhabe in den Mittelpunkt zu stellen.

Daniel Terzenbach, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, verwies in seiner Videobotschaft auf die Bedeutung von Inklusion auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. „Wir als Bundesagentur bekennen uns zu Inklusion und zu Vielfalt“, sagte Terzenbach.

Im Panel diskutierten Brigitte Gross, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Dr. Stephan Fasshauer, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), und Claudia Reif, Bereichsleiterin Rehabilitation bei der Bundesagentur für Arbeit. Dabei ging es darum, wie Menschen schneller die passende Unterstützung erhalten und die beteiligten Institutionen besser zusammenarbeiten können.

Brigitte Gross lobte die gemeinsame Zusammenarbeit und hob vor allem die vielfältigen Angebote der Berufsförderungswerke hervor, zu denen neben klassischen Aus- und Weiterbildungen auch psychologische Unterstützung oder medizinische Leistungen gehören. Zukünftig müsse es nun darum gehen, dieses Leistungsspektrum noch sichtbarer zu machen und Zugänge weiter zu verbessern, um Menschen mit konkreten Bedarfen schneller und gezielter helfen zu können.

Dr. Stephan Fasshauer von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) unterstrich dabei die besondere Rolle der Berufsförderungswerke. „Die Berufsförderungswerke sind das Rückgrat der beruflichen Reha in Deutschland“, sagte Dr. Fasshauer. Zugleich bezeichnete er sie als wichtigen „Innovationsmotor“ und verwies dabei unter anderem auf deren Aktivitäten rund um die Künstliche Intelligenz.

In mehreren Workshops kamen Leistungsträger, Sozialdienste und Kliniken, Arbeitgeber:innen sowie Teilnehmende und Vertreter:innen der Berufsförderungswerke zu Wort. Dabei wurden in World-Cafés gemeinsam Lösungen erarbeitet, die wir zeitnah auf unserer Homepage vorstellen werden.

„Der Austausch hat gezeigt: Keine Institution kann die Herausforderungen bei Zugängen und Übergängen allein lösen. Wichtig ist, dass die Beteiligten sich bestmöglich und offen austauschen – und, dass die Angebote stärker auf unterschiedliche Lebenssituationen zugeschnitten werden können“, so Dr. Susanne Gebauer, Vorstandsvorsitzende des BV BFW und selbst auch Geschäftsführerin des BFW Nürnberg.

Der BV BFW greift die Ergebnisse in seiner weiteren Arbeit auf und setzt den Austausch mit den beteiligten Institutionen fort.

Bildunterschrift (von links nach rechts): Kathrin Jackel-Neusser (Geschäftsführerin des BV BFW), Dr. Stephan Fasshauer (Hauptgeschäftsführer der DGUV), Markus Müller (Referatsleiter Va5 im BMAS), Brigitte Gross (Direktorin der DRV Bund), Dr. Susanne Gebauer (Vorstandsvorsitzende des BV BFW), Prof. Dr. Heike Ohlbrecht (Lehrstuhlinhaberin für allgemeine Soziologie/ Mikrosoziologie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg), Jan Farzan (Referatsleiter im BMAS), Claudia Reif (Bereichsleiterin Rehabilitation bei der Bundesagentur für Arbeit)

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